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5/7
 

Simon Bertling über das Hörspiel
"Die Grube und das Pendel"

Warum ein Hörspiel in 5.1 Ton?

Ein Hörspiel in 5.1 macht deswegen Sinn, weil man die Geräusche in die verschiedenen Ecken des Raumes platzieren kann. Bei "Grube und Pendel" tickt z. B. in der ersten Szene bei Dr. Templeton eine Uhr links hinten, das Kaminfeuer knistert rechts vorne und Templeton spricht von vorne links zu dem Wärter Deibler hinten rechts.
Wir haben auch eine ganze Szene nach hinten verlagert, wenn Poe auf den Abt trifft.
Das ist anders als bei einem Spielfilm viel eher möglich, weil man durch das fehlende Bild nicht so sehr nach vorne hin fixiert ist.

Warum ein Hörspiel mit Bildspur?

Zunächst mal wundert man sich beim Kauf einer DVD Video, wenn dort kein Bild gezeigt wird. Das ist aber nur der erste Gedanke. Tatsächlich sind die düsteren Landschaftsbilder wunderbar gefilmt und greifen die Atmosphäre des Hörspiels in treffender Weise auf, gerade im Kino ist das ein Erlebnis!

Welche Besonderheiten weist dieses Hörspiel neben der Bildspur noch auf?

Da fällt mir neben den hochkarätigen Sprechern die Musik ein. Es singt ein 70köpfiger Chor, die Potsdamer Kantorei und das Filmorchester Berlin unterlegt das Hörspiel passgenau mit seinen Klängen. Herausragend - denke ich - ist auch der Soundeffekt des Pendels das beim Finale durch den Raum schwingt.

Wie war die Zusammenarbeit von STIL mit OVAL?

Die Zusammenarbeit gestaltete sich sehr konstruktiv. Wir von der Tonseite haben anfangs Vorstellungen geäußert, die letztlich im Ergebnis noch übertroffen wurden. Insgesamt war die Bildregie sehr dezent und einfühlsam und hat sich dienend in den Dienst der Untermalung des Hörspiels gestellt.
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